Verein Strahlenschutz am Bodensee e.V.

Über hausgemachte Strahlung

Auf dieser Seite werden Ihnen Kurzinformationen zu diesem Thema gegeben. Wer sich ausführlich über die einzelnen Themen informieren will, dem empfehlen wir die weiterführende Informationen im Punkt "Alles über Mobilfunk"

Schnurlose Telefone:

Die heute am häufigsten anzutreffende Strahlungsquelle im Haus ist das schnurlose Telefon mit digitaler Funktechnik (DECT). Dies wird oft verwechselt mit Digital- oder Analogtelefon betreffend des Netzanschlusses (ISDN oder Analog).
DECT bezieht sich ausschließlich auf den Funk-Standard.

Diese Technik arbeitet mit einer Trägerfrequenz bei 1880 MHz und ist gepulst mit 100 Hz. D.h. das Signal wird 100 mal pro Sekunde ein- und ausgeschaltet. Diese Pulsung ist nachweislich besonders unangenehm für den menschlichen Organismus. Die Sendeleistung der meisten Geräte ist so hoch, dass die Wirkung innerhalb der Wohnung ebenso groß ist, wie die eines Mobilfunk - Sendemastens in unmittelbarer Nachbarschaft. Bis vor etwa 3 Jahren waren alle DECT -Telefone Dauersender mit konstant hoher Sendeleistung. Dies ist auch heute noch bei den meisten Geräten der Fall. Allerdings hat sich der Markt - zum Glück- inzwischen auf die Kunden eingestellt, welche keine Dauerbestrahlung wünschen. Es gibt einige Fabrikate mit dem s.g. "Ecomode", welche geringere oder gar keine Strahlung in der Zeit anbieten, wenn nicht telefoniert wird. Auch ist eine Leistungsanpassung möglich, wenn Basisstation und Mobilteil nahe beieinander sind und daher mit geringer Leistung auskommen. Einige Fabrikate schalten ab, wenn das Mobilteil in der Basisstation steckt, andere strahlen nur während des Telefonats. Die letzteren sind die einzigen, welche aus baubiologischer Sicht noch tolerabel sind, unter der Voraussetzung, dass sie nur für kurze Telefonate genutzt werden. U.a. sind dies folgende Fabrikate:

Orchid LR4610 und LR4610 Duo sowie LR4620T und LR4620 DuoT www.strahlungsfrei.com (Orchid, Schweiz) Swissvoice Avena 748 und 758 sowie Eurit 748 und 758 www.swissvoice.net (Swissvoice, Schweiz) Siemens Gigaset C380 und C385 sowie A580 und A585 Siemens Gigaset SL780 www.gigaset.com/de (Siemens, Deutschland) Diese Schnurlostelefone sind auch im Fachhandel und Elektronikmärkten erhältlich.

Achtung: Die EcoMode-Funktion muss bei einigen DECT- Geräten (Siemens) erst aktiviert werden, damit sie funktionieren kann. Werksseitig werden die Geräte teilweise als Dauerstrahler ausgeliefert. Siemens weist in den Gebrauchsanleitungen nur marginal auf die EcoMode-Funktionen hin.

Nähere Informationen unter zu Schnurlostelefonen z. B. unter: www.verband-baubiologie.de

Was ist mit dem alten CT1+ -Standard ?

Die Schnurlostelefone mit diesem Funkstandard dürfen seit dem 01.01.2009 offiziell nicht mehr betrieben werden, da die Lizenz ausgelaufen ist und an Mobilfunk-betreiber vergeben wurde.

WLAN:

Der Einsatz von WLAN -Sendern zur kabellosen Datenübertragung zwischen PC/Notebook und (DSL) - Router verbreitet sich zusehends in den Wohnungen. Diese Strahlung (bei 2,4 GHz) ist ebenfalls gepulst mit 10 Hz und wirkt sich stark belastend für den Menschen aus. Die Sendeleistung ist in der Regel geringer als bei DECT, aber oft wird in unmittelbarer Nähe der Sender gearbeitet. Als Alternativlösung ist ein Datenkabel zu empfehlen. Die s.g. DLAN - Geräte (Steckdosenadapter) sind zwar besser wie WLAN, in der Nähe der Elektroleitungen der Hausinstallation, muss aber auch mit Strahlung (ca. 10 -30 MHz) gerechnet werden.

Mikrowellenherde:

Mikrowellenherde sind extreme Strahlungsquellen im Bereich 2,45 GHz. Zum Glück sind diese normalerweise nur kurzzeitig in Betrieb. Empfehlenswert ist in jedem Fall während des Garens, großen Abstand zu halten. Aus Sicht einer gesunden Ernährung sind Mikrowellenherde ebenfalls nicht zu empfehlen.

Bluetooth:

Diese Funkfrequenz liegt im gleichen Bereich wie WLAN und wird z.B. zur Audioübertragung(z.B. Headsets, Kopfhörer, Mikrofone etc.) sowie für Fernsteuersignale genutzt. Auch hier haben wir es mit gepulsten Signalen zu tun.

Datenfernübertragung:

Ein typisches Beispiel hierfür ist die Fernablesung des Wärmeverbrauchs der Heizkörper, welche heute zunehmend über Funk an die entsprechenden Abrechnungsfirmen gesendet wird. Hierzu werden unterschiedliche Funktechniken angewendet, welche die Daten an einen Erfassungsgerät sendet , das diese dann über ein Modem ins Internet oder Mobilfunknetz speist. Auch Wasser - und Stromverbrauch können bereits über diese Technik erfasst werden. Einzelheiten über Sendeleistung, Sendefrequenz , Dauer bzw. Sendeintervalle sind je nach Anbieter unterschiedlich. Näheres sollte bei diesen erfragt werden.

Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen:

Diese Leuchtmittel haben elektronische Zündgeräte eingebaut , welche nieder - aber auch höherfrequente Magnetfelder verursachen. Es ist empfehlenswert an Aufenthaltsorten (z.B. Sitzecke, Schlafplatz, Schreibtisch) mindestens 2m Abstand zu halten. Das Lichtspektrum ist außerdem weit entfernt vom natürlichen Licht und physiologisch bedenklich. Empfehlung: Alternativen wie Hochvolt-Halogenlampen oder Glühlampen (so lange noch erhältlich) verwenden. Diese Lampentechnik ist außerdem ökologisch bedenklich (Stichwort: Quecksilber und andere Giftstoffe)

Niedervolt - Halogenlampen:

Von diesen Lampen gehen während des Betriebes niederfrequente (50Hz) Magnetfelder aus, hautsächlich vom zugehörigen Transformator, aber auch von den Leitungen. Je mehr Leuchten angeschlossen sind und je näher man am Einspeisepunkt (Trafo) ist, desto höher sind die Felder. Auch hier gilt : mindestens 2 m Abstand halten.

Computer - TV- Bildschirme:

Diese Geräte senden alle nieder- und höherfrequente Felder aus, die jedoch, ähnlich wie bei den o.g. Lampen schon nach relativ geringem Abstand nur noch sehr schwach sind. Empfehlung (3m Abstand vom Bett).

Elektrische, elektronische Geräte, Kabel etc.:

Generell gilt: alle diese Geräte und Kabel, die einen 230 V/50 Hz - Anschluss haben, sind Quellen von elektrischen Feldern, sobald sie in der Steckdose stecken. Sie sind zusätzliche Quellen von magnetischen Feldern, wenn sie in Betrieb sind (wenn Strom fließt). Die elektrischen Felder sind immer gleich hoch, da die 230V konstant bleibt. Die Magnetfelder schwanken, je nach Stromstärke und Art des Gerätes. Z.B. bei Glühlampen ist das Magnetfeld sehr gering, da nur ein kleiner Strom fließt.
Empfehlung: In der Nähe des Schlafplatzes sollten keine spannungsführenden Teile sein. (Kabel ausstecken oder Netzfreischaltung).

Funkuhren und Satelitenschüsseln:

Es wird immer wieder gefragt ob diese Geräte strahlen? Nein!
Es sind passive Funkempfänger ohne Sender (wie Ihr Radiogerät).